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2011 war ein Jahr,
wie wir es beim Caritasverband leider nur selten erleben dürfen.
Unsere Klientenzahlen sind nicht gestiegen. Dabei darf jedoch nicht
unerwähnt bleiben, dass sich in den Vorjahren Arbeitspensum und
Fallzahlen verdoppelt haben und wir uns weiter in diesen Dimensionen
bewegen. In unseren beiden Tafeln registrierten wir in 2011 rund 16300
Einkäufe, was einen minimalen Rückgang bedeutet. Dank der
Unterstützung unserer Sponsoren und unseres Tafelnetzwerkes waren
die Regale meist vielfältig gefüllt. Sehr erfolgreich waren
die REWE-Weihnachtsaktion und die „Kauf eins
mehr“-Aktionen, bei denen sich wieder Schüler aus drei
Schulen sowie Firmlinge und Konfirmanten aus Lindau vorbildlich
engagiert haben.
Unser Dank gilt unseren zahlreichen Lebensmittelspendern, Sponsoren und
Spendern sowie insbesondere unseren rund 250 ehrenamtlichen
Mitarbeitern, durch deren tatkräftigen Einsatz wir so viele Hilfen
für notleidende Menschen anbieten können.
Unsere Mittagstische in Lindau und Lindenberg sind aufgrund der
hervorragenden Qualität des Essens und der Möglichkeit,
anderen Menschen zu begegnen, in beiden Städten ein beliebter und
nicht mehr wegzudenkender „Treffpunkt“, der sich eines
weiter zunehmenden Kundenstammes erfreut.
In der Sozialberatung waren die Zahlen erneut auf hohem Niveau stabil.
Hier möchten wir uns bei „Wir helfen“, bei der
„Kartei der Not“ und anderen Stiftungen für die
hervorragende Zusammenarbeit bei der Unterstützung Hilfe suchender
Mitbürger in unserem Landkreis bedanken.
Gemeindeorietiete Sozialarbeit (GOSA) / Caritas
der Gemeinde
Unsere
Pfarreien entwickeln zunehmend Interesse an unserer Arbeit und
fühlen sich der Caritas verbunden, was in vielfältigen Formen
der Unterstützung zum Ausdruck kommt. Bei der gemeindeorientierten
Sozialarbeit kann der Caritasverband mit seinem „Know-how“
unterstützend wirken, aber auch Anregungen für Projekte
geben. Sehr gut war der Kontakt zu mehreren Firm- und
Konfirmantengruppen, die sich nach dem Besuch in den Tafeln bei der
Aktion „1 Teil mehr“ engagierten. Im Westallgäu suchen
wir dringend ehrenamtliche Kurlotsinnen für die Beratung in
Schulen und Kindergärten.
Betreuungen
Im
Jahr 2011 wurden in unserem Betreuungsverein 57 (Vorjahre: 55/60/62/57)
Betreuungen geführt. Betreuungshintergrund waren zu 50% psychische
Erkrankungen, gefolgt von Abhängigkeitsproblematik (20%),
Demenzerkrankungen und geistiger Behinderung (je 15%). Für
ehrenamtliche Betreuer und Familienangehörige bieten wir ab 2012
eine offene Betreuungssprechstunde zur individuellen Einarbeitung in
das Betreueramt an. Zusätzlich gab es in mehreren Pfarreien und
Sozialverbänden Veranstaltungen zu den Themen
Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht und
Patientenverfügung. Der Betreuungsverein erfüllte somit die
ihm gesetzlich zugedachten Aufgaben in vollem Umfang.
Kontakt-
und Beratungsstelle für Kuren
Mit
81 Personen wurden 265 Beratungsgespräche geführt. Von 58
Kuren wurden 53 bewilligt, davon 9 jedoch erst nach Widersprüchen.
Der Anteil der Mütterkuren lag bei 12, jener der
Mutter/Vater-Kind-Kuren bei 41 (mit 62 Kindern). An Kinderkuren haben 5
Kinder teilgenommen. 13 Frauen konnten ihre Kur nur mit Hilfe von
Zuschüssen des Müttergenesungswerkes antreten. Auch die
Kur-Nacharbeitsgruppe konnte mit guter Resonanz wieder angeboten
werden, und unsere erste Kurlotsin ist bereits voll im Einsatz.
Fachdienst
für Sozial- und Lebensfragen
Mit 224 Klienten
fanden 413 Beratungsgespräche statt (2010: 384 Gespräche mit
240 Klienten). Dies war eine erfreuliche Stagnation, wenngleich leider
weiterhin auf sehr hohem Niveau. Der Trend zu einem erhöhten
Beratungsbedarf, um die jeweilige Problematik in den Griff zu bekommen,
hat sich ebenfalls stabilisiert. Die Nachfragen von Menschen mit
geringem Einkommen nach finanzieller Unterstützung sind nach einer
„Atempause“ in 2010 leider wieder auf das Volumen von 2009
gestiegen. 2011 wurden aus Eigenmitteln sowie aus Stiftungsmitteln rund
32.400.- € (2010: 27.700.- € / 2009: 33.000.- €) an
Hilfen gewährt.
Im Vordergrund der Gespräche standen in allen Fällen die
Beratung in allgemeinen Lebensfragen und bei 175 Fällen
finanzielle Fragestellungen (2010: 160). 56% der Hilfesuchenden waren
Frauen, 44% Männer (2009: 54% / 46%). 57% der Klienten kamen aus
dem unteren Landkreis, 27% aus dem Westallgäu, 16% waren
auswärtig bzw. nichtsesshaft. Zusätzlich zur Beratung wurden
fast 300 Tafelausweise ausgestellt.
Arbeitskreise, Gremienarbeit
Beratendes
Mitglied im Beirat für Soziale Fragen und stellvertretend im
Jugendhilfeausschuss, Mitglied im Gemeindepsychiatrischen Verbund, der
Kath. Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendhilfegesetz, im Beirat
für Menschen mit Behinderung, im Seniorenbeirat und in
thematischen Arbeitskreisen des Diözesan-Caritasverbandes.
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