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Ob es in einer Familie licht oder
dunkel ist,
hängt in erster Linie von den Müttern ab.
Wer einer Frau wieder zur Gesundung,
zur Frische, zum Lebensmut verhilft,
der bewahrt die Familie vor dem
Untergang.
-Elly-Heuss-Knapp – Gründerin des Müttergenesungswerkes
Wollen Sie dazu
beitragen, dass das Leben in Familien lebenswerter wird?
Wir bieten
Ihnen eine Möglichkeit:
Werden Sie ehrenamtliche Kurlotsin.
Machen Sie sich stark für Mütter:
„Von Frauen für Frauen“
Mutter zu sein ist eine große Aufgabe.
Eine Aufgabe mit vielen Belastungen, Sorgen
und Ängsten.
Zunehmend werden Frauen mit dem
„Ideal“ der perfekten Mutter konfrontiert, stellen an sich selbst hohe
Anforderungen und gehen dabei oft bis an die Grenzen ihrer eigenen
Leistungsfähigkeit.
Früher oder später wirkt sich dieses
Spannungsfeld auf die Gesundheit der Mütter aus. Sie werden körperlich und
seelisch krank. Sie benötigen Hilfe.
Nach dem Motto „von Frauen für
Frauen“ wollen wir mit dem Projekt „Kurlotsin“ neue Wege beschreiten. Wir wollen
kurbedürftige Eltern in Pfarreien, Schulen und Kindergärten erreichen. Ihnen
Mut machen, ihnen beratend zur Seite stehen.
Dafür suchen wir Frauen, die bereit
sind im Ehrenamt als Kurlotsinnen zu fungieren und als Ansprechpartnerinnen mit
den Müttern folgende Fragen klären:
Kommt für mich eine Kur in Frage?
Wie kann ich sie beantragen?
Was mache ich während der Kur mit
meinen Kindern?
Wer finanziert die Maßnahme?
An wen kann ich
mich wenden?
Kurlotsinnen begleiten kurbedürftige
Frauen auf dem Weg zu einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme, informieren
über den Kurverlauf, so dass die Maßnahme nicht mit falschen Erwartungen
begonnen wird.
Für dieses verantwortungsvolle
Ehrenamt bietet der Diözesancaritasverband in Augsburg eine fundierte Schulung
an.
Diese Schulung besteht aus 7 Modulen,
in denen u.a. die Strukturen und Konzepte von Caritas und Müttergenesung
erörtert werden, Basiswissen zur
Beratung und zur Gesprächsführungen vermittelt, rechtliche Grundlagen
erworben und Wege zur Umsetzung der Inhalte erlernt werden.
Selbstverständlich stehen wir vom
Caritasverband Lindau den Kurlotsinnen begleitend bei.
Ziel der Schulung ist es, den Frauen
Grundlagen der Gesprächsführung und Wissen über die Voraussetzungen einer
Mutter-Kind-Kur oder Mütterkur zu vermitteln.
Der zeitliche Aufwand wird für die
ehrenamtlichen Kurlotsen nicht mehr als 8-12 Std. monatlich betragen.
Für die Schulung entstehen keine
Kosten. Fahrtkosten können erstattet werden. Verpflegung wird gestellt.
Interessiert?
Dann rufen Sie einfach bei uns an:
Tel.: 08382 94867
Ansprechpartnerinnen: Susanne Rief, Renate Schmid
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Gemeinsame Pressemitteilung
GKV-Spitzenverband
Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V.
Deutsches Müttergenesungswerk
Berlin, 7. Februar 2012
Neue Begutachtungs-Richtlinie schafft mehr Transparenz und Klarheit für Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen Damit Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Eltern und ihre Kinder künftig transparenter und einheitlicher gewährt werden, hat der GKV-Spitzenverband die Begutachtungsrichtlinie Vorsorge und Rehabilitation überarbeitet und die neue Fassung am 6. Februar 2012 beschlossen. Ziel der Überarbeitung ist es, die Richtlinie zu konkretisieren und die Begutachtungsgrundlagen zu verbessern. Zudem soll mit der aktualisierten Richtlinie eine einheitliche Rechtsauslegung der Kassen sichergestellt und die Transparenz über die sozialmedizinischen Empfehlungen und Leistungsentscheidungen erhöht werden. Zur Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenkassen wurden gleichzeitig einheitliche Umsetzungsempfehlungen erarbeitet. So wird der Begutachtungsablauf anschaulich abgebildet und weitere klärende Informationen gegeben.
In
der Begutachtungs-Richtlinie werden zudem Faktoren, die häufig
gesundheitliche Störungen bei Müttern und Vätern
hervorrufen, wie z. B. ständiger Zeitdruck oder
Partner-/Eheprobleme, konkret beschrieben. Dadurch können die
besonderen Belastungssituationen von Müttern und Vätern
besser für eine Genehmigung berücksichtigt werden.
Darüber hinaus erfolgen Klarstellungen, dass bspw. der Grundsatz
„ambulant vor stationär“ bei diesen Maßnahmen
nicht gilt und dass Rentenversicherungsträger keine
Mutter-/Vater-Kind-Leistungen erbringen.
Auch einzelne Gesundheitsstörungen, die typischerweise bei Müttern oder Vätern ein hohes Krankheitsrisiko bedingen, z. B. das Erschöpfungssyndrom, Unruhe- und Angstgefühle, Schlafstörungen und Mehrfachbelastungen durch Beruf und Familie, werden ausdrücklich zur Begutachtung herangezogen.
Die neuen Begutachtungs-Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes sind das im Konsens getroffene Ergebnis intensiver Beratungen mit dem Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes, dem Bundesverband Deutscher Privatkliniken und dem Müttergenesungswerk. Auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse des Forschungsverbundes Familiengesundheit konnten flankierend einbezogen werden. Damit sind die Beteiligten einem Auftrag des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages und des Bundesministeriums für Gesundheit nachgekommen.
Nach Auffassung aller Beteiligten haben die Gespräche zu einem guten Ergebnis geführt, mit dem eine bedarfsgerechtere Antragsbearbeitung und Versorgung von gesundheitlich beeinträchtigen Familien erreicht werden soll.
Pressekontakte:
GKV-Spitzenverband
Pressestelle, Florian Lanz, Tel. 030/206288-4200
Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V.
Stefanie Erdrich, Tel. 030/24008990
Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk
Pressestelle, Katrin Goßens, Tel. 030/330029-14
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Müttergenesungswerk – Therapeutische Kette.
Das Konzept der „Therapeutischen Kette“ ist einmalig und
ein herausragendes Qualitätsmerkmal des Müttergenesungswerks.
Mit der „Therapeutischen Kette“ aus Beratung, Vorsorge- und
Rehabilitationsmaßnahmen sowie Nachsorge, können – das
wurde mehrfach wissenschaftlich belegt – nachhaltige und
langfristige gesundheitliche Verbesserungen erzielt werden. Der
ganzheitliche medizinische Ansatz ist gewährleistet,
1.) Beratung und Information vor einer stationären Maßnahme
In einem ersten Gespräch in einer der Beratungsstellen werden
Erwartungen, Ziele, Wünsche, offene Fragen und Motive für
eine Gesundheitsmaßnahme geklärt.
Die Beratungsstelle informiert über das Antragsverfahren,
vermittelt zwischen Krankenkasse, Ärzten, Einrichtungen und den
Frauen. Nach Antragsgenehmigung durch die Krankenkasse
unterstützen wir die kurbedürftige Mutter einen, der
Indikation entsprechenden Kurplatz in einer vom MGW anerkannten
Einrichtung zu vermitteln (Kooperationsvereinbarung).
2.) Stationäre Rehabilitations - Maßnahme
Einrichtungen des Müttergenesungswerkes sind Spezialeinrichtungen
für Frauen, deren psychische Krankheitsbilder, eng mit einer
belastenden Lebenssituation zusammen hängen (Kontextfaktoren). Die
Therapiekonzepte gehen von einem ganzheitlichen Krankheitsbegriff aus.
Danach ist Krankheit nicht nur eine plötzliche Störung,
sondern Ausdruck für dahinter liegende psychische, soziale und
materielle Belastungen, die der Frau oftmals nur den Ausweg in eine
körperliche Symptomatik offenlassen.
In der Kur wird darauf hingearbeitet, die Zusammenhänge zwischen
diesen Faktoren und der Erkrankung deutlich zu machen. Es wird
versucht, einen Prozess in Gang zu setzen, in dem Frauen neues
Selbstvertrauen entwickeln, eigene Stärken und Kräfte
entdecken und Veränderungen im Leben nach der Kur planen. Vor
allem aber soll ein adäquater Umgang mit Problemen erreicht
werden, der eine „Flucht in die Krankheit“
überflüssig macht.
3.) Kurnacharbeit
Eine auf drei Wochen begrenzte Maßnahme reicht jedoch in der
Regel nicht aus, um langfristige Einstellungs- und
Verhaltensänderungen zu bewirken. Die Erfahrung in der
Müttergenesungsarbeit zeigt, dass der Kurerfolg auf lange Sicht
nur gesichert ist, wenn die Kur ein Glied einer therapeutischen Kette
ist, zu der die Beratung vor der Kur gehört, aber auch die
professionelle Nacharbeit am Heimatort.
Der Caritasverband für den Landkreis Lindau e.V. bietet seit 1996
Teilnehmerinnen von Vorsorge- / Rehabilitationsmaßnahmen in
Einrichtungen des Müttergenesungswerkes ein Gruppenangebot zur
nachsorgenden Begleitung an.
Die Gruppe ist angegliedert an unsere Kurberatungs- und
Vermittlungsstelle. So ist gewährleistet, dass die
persönlichen Kontakte, die bei der Vermittlung der Kur bereits
entwickelt wurden, weiter genutzt und ausgebaut werden.
Erfahrungsgemäß ist die Bereitschaft zur Annahme von
weiterführenden Kontakten und Hilfsmöglichkeiten höher,
wenn bereits die durch die Kurvermittlung bekannten Personen zur
Nachsorgearbeit einladen.
Das Angebot der Kurnacharbeit hat der Caritasverband jetzt auch auf
Frauen erweitert, die nicht durch unsere Beratung und Vermittlung an
einer Kurmaßnahme teilgenommen haben.
Das Angebot unserer Nachsorgegruppe beinhaltet folgende Zielsetzungen:
- Frauen sollen dabei unterstützt werden,
die während der Kur gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in die
tägliche Praxis umzusetzen und ggf. weiterzuentwickeln.
- Frauen sollen befähigt werden, eigene
Bedürfnisse zu erkennen, zu formulieren und mit den
Bedürfnissen der anderen Familienmitglieder abzustimmen.
(Stärkung des Selbstwertgefühls, Entwicklung von
Eigeninitiativen).
- Frauen sollen lernen, mit Konfliktsituationen
adäquater umzugehen als bisher. (Konfliktsituationen sind z.B.
Krankheit, Drogenmissbrauch, Arbeitslosigkeit in der Familie und
Überforderung).
- Frauen sollen lernen, bestehende Hilfen in Anspruch zu nehmen. (z. B. Beratungsstellen, Frauengruppen in der Ortsgemeinde).
Die Gesprächsgruppen sollen die Frauen befähigen, die
während der Kur erlernten Bewältigungsstrategien in den
Alltag umzusetzen (Nachhaltigkeit).
Gruppengespräche Ergänzt wird das Angebot
durch spezielle Gruppenarbeit, wobei die Gruppen sich auch als
Selbsthilfegruppen ablösen können.
Intensiv-Wochenende 3-tägiges, themenzentriertes
Wochenende, das von den Leiterinnen der Kurnacharbeitsgruppe
geführt wird (zwei Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes Lindau),
in einem vom MGW anerkanntem Mütterkurhaus.
Wertach 2011



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Mütterkur: Viele Frauen ignorieren Alarmzeichen

Renate Schmid
(rechts) ist seit vielen Jahren Kurberaterin der Caritas im Landkreis
Lindau. Mit der ersten ehrenamtlichen Kur-Lotsin Susanne Rief hat sie
Verstärkung erhalten. (Foto: Evi Eck-Gedler)
LINDAU / EE In der
Nacht im Bett Probleme wälzen, morgens erschöpft aufstehen,
Kinder versorgen, Haushalt organisieren, womöglich noch eine
Teilzeitarbeit dazu – viele Mütter sind am Ende ihrer
Kräfte. Dennoch scheuen sie sich, einen Kurantrag zu stellen.
Dabei gibt es für sie in Lindau kampferfahrene Hilfe: die
Caritas-Kurberaterin Renate Schmid. Drei Viertel der Frauen, die den
Weg zu ihr wagen, erhalten letztlich doch einen Platz in einer
Kurklinik.
Zwar warnt Frau Schmid:
„Eine Mütterkur ist kein Urlaub.“ Denn der Kuralltag
werde von einem strikten Stundenplan, Gesprächen, Vorträgen,
Kuranwendungen bestimmt, die Disziplin und Mitarbeit voraussetzen.
„Aber man lernt dort auch viel, nimmt einiges an Sicherheit
mit“, schildert mit Susanne Rief eine dreifache Mutter aus
eigener Kurerfahrung.
Frau Rief unterstützt heute
die Kurberaterin der Caritas im Alltag – als Kurlotsin. Für
diese ehrenamtliche Aufgabe ist sie von der Caritas ausführlich
geschult worden. Deswegen hofft Susanne Rief, dass möglichst noch
zahlreiche andere Frauen sich zur Kurlotsin ausbilden lassen.
Weitere Informationen dazu gibt
es bei der Kurberatung der Caritas, die in Lindau in der Fischergasse
14 zu finden ist. Renate Schmid ist dort telefonisch unter der Nummer
(08382)9486-7 zu erreichen oder per E-Mail an
renate.schmid@caritas-lindau.de.
Interessieren Sie sich für das Amt einer Kurlotsin? Wir geben Ihnen gerne Auskunft.
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