Caritasverband für den Landkreis Lindau
Kontakt- und Beratungsstelle
für Kuren

Ihre Ansprechpartnerin:


Renate Schmid

Tel.: 08382/9486-7
email: renate.schmid@caritas-lindau.de
 

Ob es in einer Familie licht oder dunkel ist,

hängt in erster Linie von den Müttern ab.

Wer einer Frau wieder zur Gesundung,

zur Frische, zum Lebensmut verhilft,

der bewahrt die Familie vor dem Untergang.

-Elly-Heuss-Knapp – Gründerin des Müttergenesungswerkes

 

 

Wollen Sie dazu beitragen, dass das Leben in Familien lebenswerter wird?

Wir bieten Ihnen eine Möglichkeit:

 

Werden Sie ehrenamtliche Kurlotsin.
Machen Sie sich stark für Mütter:
„Von Frauen für Frauen“

 

Mutter zu sein ist eine große Aufgabe.

Eine Aufgabe mit vielen Belastungen, Sorgen und Ängsten.

Zunehmend werden Frauen mit dem „Ideal“ der perfekten Mutter konfrontiert, stellen an sich selbst hohe Anforderungen und gehen dabei oft bis an die Grenzen ihrer eigenen Leistungsfähigkeit.

Früher oder später wirkt sich dieses Spannungsfeld auf die Gesundheit der Mütter aus. Sie werden körperlich und seelisch krank. Sie benötigen Hilfe.

Nach dem Motto „von Frauen für Frauen“ wollen wir mit dem Projekt „Kurlotsin“ neue Wege beschreiten. Wir wollen kurbedürftige Eltern in Pfarreien, Schulen und Kindergärten erreichen. Ihnen Mut machen, ihnen beratend zur Seite stehen.

 
Dafür suchen wir Frauen, die bereit sind im Ehrenamt als Kurlotsinnen zu fungieren und als Ansprechpartnerinnen mit den Müttern folgende Fragen klären:

 

Kommt für mich eine Kur in Frage?

Wie kann ich sie beantragen?

Was mache ich während der Kur mit meinen Kindern?

Wer finanziert die Maßnahme?

An wen kann ich mich wenden?

Kurlotsinnen begleiten kurbedürftige Frauen auf dem Weg zu einer Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme, informieren über den Kurverlauf, so dass die Maßnahme nicht mit falschen Erwartungen begonnen wird.

Für dieses verantwortungsvolle Ehrenamt bietet der Diözesancaritasverband in Augsburg eine fundierte Schulung an.

Diese Schulung besteht aus 7 Modulen, in denen u.a. die Strukturen und Konzepte von Caritas und Müttergenesung erörtert werden, Basiswissen zur  Beratung und zur Gesprächsführungen vermittelt, rechtliche Grundlagen erworben und Wege zur Umsetzung der Inhalte erlernt werden.

 
Selbstverständlich stehen wir vom Caritasverband Lindau den Kurlotsinnen begleitend bei.

 
Ziel der Schulung ist es, den Frauen Grundlagen der Gesprächsführung und Wissen über die Voraussetzungen einer Mutter-Kind-Kur oder Mütterkur zu vermitteln.

 
Der zeitliche Aufwand wird für die ehrenamtlichen Kurlotsen nicht mehr als 8-12 Std. monatlich betragen.

 
Für die Schulung entstehen keine Kosten. Fahrtkosten können erstattet werden. Verpflegung wird gestellt.

 
 

Interessiert?

Dann rufen Sie einfach bei uns an: Tel.: 08382 94867

Ansprechpartnerinnen: Susanne Rief, Renate Schmid



 

Gemeinsame Pressemitteilung


GKV-Spitzenverband
Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V.
Deutsches Müttergenesungswerk


Berlin, 7. Februar 2012

Neue Begutachtungs-Richtlinie schafft mehr Transparenz und Klarheit für Mutter-/Vater-Kind-Maßnahmen Damit Vorsorge- und Rehabilitationsleistungen für Eltern und ihre Kinder künftig transparenter und einheitlicher gewährt werden, hat der GKV-Spitzenverband die Begutachtungsrichtlinie Vorsorge und Rehabilitation überarbeitet und die neue Fassung am 6. Februar 2012 beschlossen. Ziel der Überarbeitung ist es, die Richtlinie zu konkretisieren und die Begutachtungsgrundlagen zu verbessern. Zudem soll mit der aktualisierten Richtlinie eine einheitliche Rechtsauslegung der Kassen sichergestellt und die Transparenz über die sozialmedizinischen Empfehlungen und Leistungsentscheidungen erhöht werden. Zur Unterstützung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenkassen wurden gleichzeitig einheitliche Umsetzungsempfehlungen erarbeitet. So wird der Begutachtungsablauf anschaulich abgebildet und weitere klärende Informationen gegeben.

In der Begutachtungs-Richtlinie werden zudem Faktoren, die häufig gesundheitliche Störungen bei Müttern und Vätern hervorrufen, wie z. B. ständiger Zeitdruck oder Partner-/Eheprobleme, konkret beschrieben. Dadurch können die besonderen Belastungssituationen von Müttern und Vätern besser für eine Genehmigung berücksichtigt werden. Darüber hinaus erfolgen Klarstellungen, dass bspw. der Grundsatz „ambulant vor stationär“ bei diesen Maßnahmen nicht gilt und dass Rentenversicherungsträger keine Mutter-/Vater-Kind-Leistungen erbringen.

Auch einzelne Gesundheitsstörungen, die typischerweise bei Müttern oder Vätern ein hohes Krankheitsrisiko bedingen, z. B. das Erschöpfungssyndrom, Unruhe- und Angstgefühle, Schlafstörungen und Mehrfachbelastungen durch Beruf und Familie, werden ausdrücklich zur Begutachtung herangezogen.

Die neuen Begutachtungs-Richtlinien des GKV-Spitzenverbandes sind das im Konsens getroffene Ergebnis intensiver Beratungen mit dem Medizinischen Dienst des GKV-Spitzenverbandes, dem Bundesverband Deutscher Privatkliniken und dem Müttergenesungswerk. Auch aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse des Forschungsverbundes Familiengesundheit konnten flankierend einbezogen werden. Damit sind die Beteiligten einem Auftrag des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages und des Bundesministeriums für Gesundheit nachgekommen.

Nach Auffassung aller Beteiligten haben die Gespräche zu einem guten Ergebnis geführt, mit dem eine bedarfsgerechtere Antragsbearbeitung und Versorgung von gesundheitlich beeinträchtigen Familien erreicht werden soll.


Pressekontakte:

GKV-Spitzenverband
Pressestelle, Florian Lanz, Tel. 030/206288-4200

Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V.
Stefanie Erdrich, Tel. 030/24008990

Elly Heuss-Knapp-Stiftung Deutsches Müttergenesungswerk
Pressestelle, Katrin Goßens, Tel. 030/330029-14


Müttergenesungswerk – Therapeutische Kette.


Das Konzept der „Therapeutischen Kette“ ist einmalig und ein herausragendes Qualitätsmerkmal des Müttergenesungswerks.

Mit der „Therapeutischen Kette“ aus Beratung, Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen sowie Nachsorge, können – das wurde mehrfach wissenschaftlich belegt – nachhaltige und langfristige gesundheitliche Verbesserungen erzielt werden. Der ganzheitliche medizinische Ansatz ist gewährleistet,


1.) Beratung und Information vor einer stationären Maßnahme

In einem ersten Gespräch in einer der Beratungsstellen werden Erwartungen, Ziele, Wünsche, offene Fragen und Motive für eine Gesundheitsmaßnahme geklärt.
Die Beratungsstelle informiert über das Antragsverfahren, vermittelt zwischen Krankenkasse, Ärzten, Einrichtungen und den Frauen. Nach Antragsgenehmigung durch die Krankenkasse unterstützen wir die kurbedürftige Mutter einen, der Indikation entsprechenden Kurplatz in einer vom MGW anerkannten Einrichtung zu vermitteln (Kooperationsvereinbarung).


2.) Stationäre Rehabilitations - Maßnahme

Einrichtungen des Müttergenesungswerkes sind Spezialeinrichtungen für Frauen, deren psychische Krankheitsbilder, eng mit einer belastenden Lebenssituation zusammen hängen (Kontextfaktoren). Die Therapiekonzepte gehen von einem ganzheitlichen Krankheitsbegriff aus. Danach ist Krankheit nicht nur eine plötzliche Störung, sondern Ausdruck für dahinter liegende psychische, soziale und materielle Belastungen, die der Frau oftmals nur den Ausweg in eine körperliche Symptomatik offenlassen.

In der Kur wird darauf hingearbeitet, die Zusammenhänge zwischen diesen Faktoren und der Erkrankung deutlich zu machen. Es wird versucht, einen Prozess in Gang zu setzen, in dem Frauen neues Selbstvertrauen entwickeln, eigene Stärken und Kräfte entdecken und Veränderungen im Leben nach der Kur planen. Vor allem aber soll ein adäquater Umgang mit Problemen erreicht werden, der eine „Flucht in die Krankheit“ überflüssig macht.


3.) Kurnacharbeit

Eine auf drei Wochen begrenzte Maßnahme reicht jedoch in der Regel nicht aus, um langfristige Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu bewirken. Die Erfahrung in der Müttergenesungsarbeit zeigt, dass der Kurerfolg auf lange Sicht nur gesichert ist, wenn die Kur ein Glied einer therapeutischen Kette ist, zu der die Beratung vor der Kur gehört, aber auch die professionelle Nacharbeit am Heimatort.

Der Caritasverband für den Landkreis Lindau e.V. bietet seit 1996 Teilnehmerinnen von Vorsorge- / Rehabilitationsmaßnahmen in Einrichtungen des Müttergenesungswerkes ein Gruppenangebot zur nachsorgenden Begleitung an.

Die Gruppe ist angegliedert an unsere Kurberatungs- und Vermittlungsstelle. So ist gewährleistet, dass die persönlichen Kontakte, die bei der Vermittlung der Kur bereits entwickelt wurden, weiter genutzt und ausgebaut werden.

Erfahrungsgemäß ist die Bereitschaft zur Annahme von weiterführenden Kontakten und Hilfsmöglichkeiten höher, wenn bereits die durch die Kurvermittlung bekannten Personen zur Nachsorgearbeit einladen.

Das Angebot der Kurnacharbeit hat der Caritasverband jetzt auch auf Frauen erweitert, die nicht durch unsere Beratung und Vermittlung an einer Kurmaßnahme teilgenommen haben.


Das Angebot unserer Nachsorgegruppe beinhaltet folgende Zielsetzungen:

  • Frauen sollen dabei unterstützt werden, die während der Kur gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnisse in die tägliche Praxis umzusetzen und ggf. weiterzuentwickeln.
  • Frauen sollen befähigt werden, eigene Bedürfnisse zu erkennen, zu formulieren und mit den Bedürfnissen der anderen Familienmitglieder abzustimmen. (Stärkung des Selbstwertgefühls, Entwicklung von Eigeninitiativen).
  • Frauen sollen lernen, mit Konfliktsituationen adäquater umzugehen als bisher. (Konfliktsituationen sind z.B. Krankheit, Drogenmissbrauch, Arbeitslosigkeit in der Familie und Überforderung).
  • Frauen sollen lernen, bestehende Hilfen in Anspruch zu nehmen. (z. B. Beratungsstellen, Frauengruppen in der Ortsgemeinde).


Die Gesprächsgruppen sollen die Frauen befähigen, die während der Kur erlernten Bewältigungsstrategien in den Alltag umzusetzen (Nachhaltigkeit).

Gruppengespräche     Ergänzt wird das Angebot durch spezielle Gruppenarbeit, wobei die Gruppen sich auch als Selbsthilfegruppen ablösen können.

Intensiv-Wochenende    3-tägiges, themenzentriertes Wochenende, das von den Leiterinnen der Kurnacharbeitsgruppe geführt wird (zwei Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes Lindau), in einem vom MGW anerkanntem Mütterkurhaus.

Wertach 2011
Kurhaus Wertach

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Mütterkur: Viele Frauen ignorieren Alarmzeichen

Susanne Rief (li) und Renate Schmid
Renate Schmid (rechts) ist seit vielen Jahren Kurberaterin der Caritas im Landkreis Lindau. Mit der ersten ehrenamtlichen Kur-Lotsin Susanne Rief hat sie Verstärkung erhalten. (Foto: Evi Eck-Gedler)

LINDAU / EE In der Nacht im Bett Probleme wälzen, morgens erschöpft aufstehen, Kinder versorgen, Haushalt organisieren, womöglich noch eine Teilzeitarbeit dazu – viele Mütter sind am Ende ihrer Kräfte. Dennoch scheuen sie sich, einen Kurantrag zu stellen. Dabei gibt es für sie in Lindau kampferfahrene Hilfe: die Caritas-Kurberaterin Renate Schmid. Drei Viertel der Frauen, die den Weg zu ihr wagen, erhalten letztlich doch einen Platz in einer Kurklinik.

Zwar warnt Frau Schmid: „Eine Mütterkur ist kein Urlaub.“ Denn der Kuralltag werde von einem strikten Stundenplan, Gesprächen, Vorträgen, Kuranwendungen bestimmt, die Disziplin und Mitarbeit voraussetzen. „Aber man lernt dort auch viel, nimmt einiges an Sicherheit mit“, schildert mit Susanne Rief eine dreifache Mutter aus eigener Kurerfahrung.
Frau Rief unterstützt heute die Kurberaterin der Caritas im Alltag – als Kurlotsin. Für diese ehrenamtliche Aufgabe ist sie von der Caritas ausführlich geschult worden. Deswegen hofft Susanne Rief, dass möglichst noch zahlreiche andere Frauen sich zur Kurlotsin ausbilden lassen.

Weitere Informationen dazu gibt es bei der Kurberatung der Caritas, die in Lindau in der Fischergasse 14 zu finden ist. Renate Schmid ist dort telefonisch unter der Nummer (08382)9486-7 zu erreichen oder per E-Mail an renate.schmid@caritas-lindau.de.

Interessieren Sie sich für das Amt einer Kurlotsin? Wir geben Ihnen gerne Auskunft.