Jahresbericht 2016

In unseren Tafeln waren dank der Unterstützung durch unsere vielen Sponsoren und unseres Tafelnetzwerkes die Regale immer so gut gefüllt, dass es immer genügend Waren für alle gab.

Unser herzlicher Dank gilt unseren zahlreichen Lebensmittelspendern, Sponsoren und Spendern sowie insbesondere unseren rund 250 ehrenamtlichen Mitarbeitern, durch deren tatkräftigen Einsatz wir so viele Hilfen für notleidende Menschen anbieten können. 

Eine große Herausforderung war die Anschaffung von zwei neuen Kühlfahrzeugen für die Tafeln. Durch die vorbildliche Spendenbereitschaft der heimischen Wirtschaft und sozialer Hilfswerke wie Lions, aber auch durch Stiftungen und eine große Privatspende konnten wir beide Fahrzeuge finanzieren. Allen Spendern sei hierfür herzlich gedankt!

Unsere Mittagstische in Lindau und Lindenberg sind aufgrund der hervorragenden Qualität des Essens und der Möglichkeit, andere Menschen zu treffen, ein beliebter und nicht mehr wegzudenkender "Treffpunkt", der sich eines treuen Kundenstammes erfreut (Ø 103 Gäste pro Samstag).
In der Sozialberatung waren die Fallzahlen erstmals seit langem leicht rückläufig. Hier möchten wir uns bei "Wir helfen", bei der "Kartei der Not" und anderen Stiftungen für die exzellente Zusammenarbeit bei der Unterstützung hilfesuchender Mitbürger in unserem Landkreis bedanken.

Gemeindeorientierte Sozialarbeit (GOSA) / Caritas der Gemeinde
Unsere Pfarreien fühlen sich der Caritas verbunden, was in vielfältigen Formen der Unterstützung zum Ausdruck kommt. Sehr gut war der Kontakt zu Firm- und Konfirmandengruppen, die sich nach einem Besuch der Tafeln bei der Aktion "1 Teil mehr" engagierten. Bei der gemeindeorientierten Sozialarbeit kann der Caritasverband mit seinem "Know-how" unterstützend wirken. Die Gruppe für Alleinerziehende in Kooperation mit der Pfarreienge-meinschaft Reutin/Insel/Zech wird sich ab 2017 selbst organisieren.

Betreuungen
Im Jahr 2016 wurden in unserem Betreuungsverein 57 (Vorjahre:
59/60/58/54) Betreuungen geführt. Betreuungshintergrund waren zu rund 60% psychische Erkrankungen, gefolgt von Abhängigkeitsproblematik und 
geistiger Behinderung (je 15% sowie Demenzerkrankungen (10%). 
Die einmal im Monat angebotene offene Betreuungssprechstunde zur individuellen Einarbeitung für ehrenamtliche Betreuer und Familienangehörige in das Betreueramt sowie zur Information für alle Bürger zu den Themen Betreuungsverfügung, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung wird gut angenommen. Der Betreuungsverein erfüllte somit die ihm gesetzlich zugedachten Aufgaben in vollem Umfang.

Kontakt- und Beratungsstelle für Kuren
81 Personen (2015: 79) wurden in 265 Gesprächen (2015: 244) beraten. Von 52 Kuranträgen wurden 50 bewilligt, 10 mehr als 2015. Vermittelt wurden 41 Mutter/Vater/Kind-Kuren mit 59 Kindern (2015: 22 Kuren mit 38 Kindern), 9 Mütter/Vaterkuren und 4 Kinderkuren. 4 Frauen konnten ihre Kur nur mit Hilfe von Zuschüssen des Müttergenesungswerkes antreten. Die Kur Nacharbeitsgruppe fand im Frühjahr letztmals mit guter Beteiligung statt. Bedingt durch das Ausscheiden von Frau Schmid können wir diese Leistung künftig leider nicht mehr anbieten.

Fachdienst für Sozial- und Lebensfragen
Mit 218 Klienten fanden 388 Beratungsgespräche statt (2015: 428 Gespräche mit 237 Klienten). Dies entspricht nach dem "Boom" des Vorjahres wieder in etwa den Zahlen von 2014. Der Trend zu einem erhöhten Beratungsbedarf, um die jeweilige Problematik in den Griff zu bekommen, bleibt unverändert. Die Nachfragen von Menschen mit geringem Einkommen nach finanzieller Unterstützung waren erfreulicherweise ebenfalls rückläufig. 2016 wurden aus Eigenmitteln sowie aus Stiftungsmitteln circa 26.500.- € (2015: 31.000; 2014: 23.500; 2013: 24.400.- €) an Hilfen gewährt.
Im Vordergrund der Gespräche stand meist die Beratung in allgemeinen Lebensfragen. In 161 Fällen ging es um finanzielle Fragestellungen (2015: 213). Erstmals waren gleich viele Hilfesuchende weiblich bzw. männlich, nachdem bislang immer die Mehrzahl weiblich war. 60% unserer Klienten kamen aus dem unteren Landkreis, 26% aus dem Westallgäu, 14% waren auswärtig bzw. nichtsesshaft. Zusätzlich zur Beratung wurden in Lindau und Lindenberg (dort über die Sozialstation Westallgäu) jeweils rund 350 Tafelausweise ausgestellt. 

Arbeitskreise, Gremienarbeit
Stellvertretendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss, Mitarbeit im Gemeindepsychiatrischen Verbund, im Beirat für Menschen mit Behinderung, im Seniorenbeirat, im AK Frühe Hilfen des Jugendamtes und in thematischen Arbeitskreisen des Diözesan-Caritasverbandes.